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Fahrbericht: Lancia Delta 1.4 T-Jet
Phönix aus der Asche

Der neue Lancia Delta lässt die Marke von den Toten auferstehen, wie einst Phönix aus der Asche. Gut, so ganz tot war man nie, aber die Zulassungszahlen lagen doch im homöopathischen Bereich, zumindest in Deutschland. Das soll der neue Delta ändern. Die Zulassungszahlen sprechen dafür.







Der Anblick des neuen Deltas lässt nur eine Assoziation zu – Eleganz. Das Auto wirkt wie aus einem Guss, elegant, aber nicht aufdringlich. Wie ein guter Anzug eines italienischen Modelabels. Die kleine Schnute die an der Front zu erkennen ist wirkt allerdings eher amüsant als elegant, aber irgendwie liebenswürdig. Kein „Platz da“ Gehabe mit großem Maul, eher ein feines Grinsen über den, der da auf der linken Spur klebt. Schön, wenn sich die Piloten das auch angewöhnen.
Im Golfsegment findet sich die Konkurrenz zuerst mal im eigenen Konzern in Form des Fiat Bravo. Man teilt sich ja auch Motoren und Plattform. Damit hören aber die Gemeinsamkeiten auch schon auf. Eher zielt der Delta schon auf Volvo C30 und Ford Focus, den Klassenmeister anzugreifen wäre zu vermessen.

Unsere Wahl beim Testwagen fiel auf den Delta Oro 1.4 T-Jet 16V mit 120 PS.  Der Motor ist benzinermäßig ruhig und bleibt akustisch auch bei hohem Tempo im Hintergrund. 120 PS aus 1,4 Litern sind ja heutzutage nichts Besonderes, sie lassen eher auf eine verbrauchsarme Motorisierung schließen. 9,2 Liter im Testverbrauch sind zwar nicht gerade als der Gipfel der Sparsamkeit zu betrachten, aber für das Profil der Testfahrt mit viel Kurzstrecken und Stadtverkehr akzeptabel. Auf Autobahnen im gemäßigten Tempo sinkt die Anzeige des Bordcomputers auf eine 6 vor dem Komma. Die Kraft des 1,4 Liter Motors reicht auf jeden Fall für ein zügiges Fahren. Dabei unterstützt auch die Abstimmung des manuellen Sechsganggetriebes die Wahl der richtigen Motordrehzahl für jedes Tempo. Der 1.4 T-Jet beschleunigt in 9,3 Sekunden von 0 auf 100 Km/h und realisiert eine Spitze von 195 Km/h. Ab 180 kaum mehr fühlbar, aber man kämpft sich heran.

Kein Integrale

Der Delta ist, im Gegensatz zu seinem Vorgänger mit gleichem Namen, kein Sportler. Er dient dem bequemen Reisen und nicht den Kurven fressen. Seine Lenkung ist auch mehr auf Gleiten ausgelegt, leichtgängig, dafür aber mit wenig Rückmeldung über den Straßenzustand. Allerdings hatte unser Testfahrzeug auch Winterreifen auf 16“ Felgen, die mit Sicherheit das Lenkverhakten beeinflussen. Dies gilt für den normalen Fahrbetrieb, reizt man hingegen die physikalischen Momente der Fortbewegung aus und erreicht eine Querbeschleunigung von 0,6 G, wird die Lenkung gesteuert vom elektronischen Fahrassistenten, deutlich direkter und fühliger, das Widerstandsmoment straffer. Die ganze ESP Geschichte hat nun einige Funktionen mehr, als nur das Schleudern zu verhindern. Unmerklich fast unterstütz es die Dynamik und unterbindet durch gezielte Bremseingriffe die Untersteuerneigung des Fronttrieblers. Die Bremse ist gut dosierbar und bringt eine mehr als akzeptable Leistung.

Noch akzeptabler stellt sich der Innenraum dar. Er wirkt mit seiner Alcantara/Leder Ausstattung wie aus einem Guss. Die Materialien des Armaturenträgers sind grifffreundlich und wirken hochwertig. Auch optisch erfreuen sie mit einer Kombination aus matten Aluminiumapplikationen und anthrazitfarbenem aufgeschäumten Kunststoff. Etwas gewöhnungsbedürftig die Skalierung der beiden Rundinstrumente. Lenkrad und Schaltknauf sind in der Oro Ausführung ebenfalls mit Leder bezogen.

Fürstliche Platzverhältnisse herrschen auf der Rückbank, diese lässt sich zu Lasten des Kofferraums in der Längsrichtung verschieben und wählt man die hinterste Position lassen sich sogar die Beine übereinanderschlagen, etwas Gelenkigkeit vorausgesetzt. Das Volumen für den Kofferraum schwankt dabei zwischen 380- 465 Litern, klappt man die geteilt umlegbaren Rücksitzlehnen nach vorne, stehen 1190 Liter zur Beladung zur Verfügung.

Unser Modell hatte zwar keine Xenon-Scheinwerfer aber dafür Kurvenlicht. Die Lichtausbeute ist trotzdem gut. Der Norm schon voraus ist das LED Tagfahrlicht, dass automatisch mit einschalten der Zündung illuminiert wird. Beim Einschalten des Fahrlichtes passt es sich in der Helligkeit automatisch an.

Brieftaschengeflüster

Die Palette der Preise des Lancia Delta beginnt mit bescheidenen 19.990 Euro, der Basispreis für den Oro als 1.4 T-Jet liegt bei 22300. Unser testfahrzeug kam inklusive Zwei-Zonen-Klimaanlage, Metallic Lackierung, Fußmatten mit Delta Bestickung, Blue&Me, einer Cruise Control die auch in Tempo 30 Zonen arbeitet, Leichtmetallfelgen 17“ mit 225/45 R17 Bereifung, Parksensoren und Notrad auf gerade mal 24.610 Euro. Ein wirklich fairer Preis für ein schmuckes und komfortables Auto.
HJE















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