Auto-Magazin24
Marken
Alfa Romeo
BMW
Daihatsu
Fiat
Honda
Jaguar
Kia
Lancia
Land Rover
Lexus
Mini
Mitsubishi
Peugeot
Seat
Toyota
Navigation
Tom Tom

Fahrbericht: Land Rover Defender
Abenteuer Urgestein

Defender-Fahrer grüßen sich jedes Mal, wenn Sie sich begegnen. Kein Wunder: Wer das Ding fährt, gehört wohl zu einer besonderen Gattung Mensch. Zumal man auf längeren (Autobahn-)Touren über eine gewisse Leidensfähigkeit und Kenntnisse der alten Automobiltechnik verfügen muss. Auch wenn man wie wir den britischen Geländewagen-Klassiker als Cabrio fährt.



Archaisch und mächtig im Wind steht die gerade Front des Landy, ein Arbeitstier, das auf moderne Formensprache pfeift. Auch am Heck zeigt er keinerlei Ambitionen, sich in die Reihe modischer Schönlinge einzureihen. Das nötigste ist da: Rückleuchten in antiquierter Form und zwei Riegel, die die Heckklappe halten. Das war’s dann auch schon mit den optischen Höhepunkten.

Ende gut – alles gut

Noch bevor der Grund legend überarbeitete Defender Anfang 2007 auf den Markt kommt, lässt Land Rover den Defender nochmals in einigen Sondermodellen hochleben. Wir fuhren das Modell Cabriolet Two mit dem 2,5-Liter-Fünfzylinder-Turbodiesel und 122 PS. Der Motor ist kein Leisetreter und akustisch immer präsent, aber er überzeugt mit Durchzugskraft und mit einem für den cw-Wert des Defenders moderatem Verbrauch. Wir maßen 11,3 Liter auf 100 Kilometer. Das Fünfganggetriebe ist kein Sportgetriebe, lässt sich aber doch ganz passabel bedienen. Geländereduktion und Mittelsperre sind für einen Offroader ja Pflicht.

Fitness erwünscht

Hat man das hochbeinige Gerät erklommen (gefühlte Höhe: ein Meter), muss der Zündschlüssel rein – das Zündschloss ist übrigens links angebracht. Dann: Spiegel einstellen. Nur: Wo sind Knopf oder Hebelchen dafür? Fehlanzeige. Nach alter Vätersitte Fenster runter und den Spiegel von Hand eingestellt, auf den Beifahrersitz rutschen und das gleiche noch mal – außer man hat die „Option Beifahrer“ gewählt. Na gut, wenigstens die Fenster gehen elektrisch. Ist es kalt und fährt man den Defender wie ich zum ersten Mal nach langen Jahren wieder, dann empfiehlt es sich, der Bedienung der Heizung größere Aufmerksamkeit zu schenken. Dazu gibt’s im Auto mehrere Hebel und Drehknöpfe – nach kurzem Studium des Handbuchs gelingt es auch, alles zur Zufriedenheit zu regeln. Sogar eine Klimaanlage hat der Defender nun – nicht mehr nur die Klappen im Armaturenbrett, das wahrlich auch wie ein Brett aussieht. Steil und gerade steht es vor dem Fahrer, beherbergt einen Tacho, die Tankanzeige, Kühlwassertemperaturanzeige und die analoge Uhr. Auch ein „Mäusekino“ leuchtet nach dem Einschalten der Zündung auf und gibt Auskunft, dass ABS und eine Traktionskontrolle vorhanden sind. Ist alles okay, bleibt es danach weitgehend ruhig.

Stoffmützchen

Das neue Verdeck ist zwar einfacher in der Bedienung geworden, aber kein bisschen leiser. Ab Tempo 80 kann man das Radio getrost abschalten, die Windgeräusche und das Schlagen der Persenning übertönen selbst den härtesten Hardrock. Dafür rockt das Fahrwerk umso mehr. Zwei Starrachsen – wenn auch nicht mehr über Blattfedern, sondern nun mit Schraubenfedern – zur Raison gerufen, sorgen für sehr gute Geländegängigkeit, aber nicht unbedingt für ein ruhiges Dahingleiten auf schlechten Straßen. Der Defender liegt zwar gut, eine Bodenfreiheit von knapp 30 Zentimetern lädt aber nicht unbedingt zum Kurvenräubern ein. Als Fahrweise wird eher eine von LKW-Fahrern praktizierte Art am Lenkrad empfohlen. Auch die Pedalerie des Landy erinnert mehr an die Lastesel als an eine Limousine. Mit einer Anhängelast von 3,5 Tonnen gehört der Defender zu den Zugmaschinen im oberen Bereich der Skala.

Up and Away

In seinem wahren Element ist der Defender erst, wenn er die Straße verlässt. Es gibt jetzt zwar ein neues Verdeck, an der seit Jahrzehnten bewährten und unverwüstlichen Allradtechnik hat Landrover aber nichts verändert – wozu auch? Die Bodenfreiheit des Defender ist auch ohne Luftfederung jederzeit mehr als ausreichend. Schlamm, Eis und Schnee, ja sogar Geröll waren ohnehin noch nie ein Problem für ihn, Steigungen, Hangab- oder Schrägfahrten meistert er wie eh und je völlig komplikationslos. Er ist und bleibt ein Geländegänger von echtem Schrot und Korn.


Der Defender Cabrio Two ist ab ca. 35.000 Euro zu haben.
Text und Fotos: Automagazin24.de

 
< zurück   weiter >
[ Zurück ]
Home Auto-Magazin

bis 30.9.2010 10% Rabatt bei



News
Frischlander, der Freelander 2011

weiter …Ein neuer, hocheffizienter 2,2-Liter-Turbodiesel in zwei Leistungsstufen, ein neues Einstiegsmodell mit Zweiradantrieb und ein flott aufgefrischtes Karosseriedesign: Mit diesen Neuerungen stellt Land Rover seinen erfolgreichen Kompakt-SUV Freelander zum Modelljahr 2011 bereit. Ab sofort ist er bei den deutschen Land Rover-Vertragshändlern bestellbar.......von Hans Jürgen Eibel.
weiter …
 
Neuer Spross in der Range Rover Familie

weiter …Anlässlich der Feierlichkeiten zum 40ten Geburtstag des Range Rover in London, präsentierte Land Rover sein jüngstes Produkt. Gar nicht weit entfernt von der Conceptstudie LRX des kleinen Range wurde er der staunenden Gesellschaft der High Society dargereicht und hört auf den Namen Range Rover Evoque....von Hans Jürgen Eibel
weiter …
 
Richtig gut getan.

weiter …Landrover und Jaguar konnte gar nichts Besseres passieren, als vom Indischen Stahlkonzern Tata aufgekauft zu werden. Neuheiten bei beiden Marken, die noch zu Ford Zeiten eher schleppend realisiert wurden, sprudeln nun nur so hervor und was das tollste ist, sie haben auch Erfolg. Gut, beide Marken werden wohl nie zu einem Massenhersteller mutieren, aber zu einer immer ernster zu nehmenden Konkurrenz für den Sektor der Premiumfahrzeuge..von Hans Jürgen Eibel
weiter …
 
Aufgebrezelt

weiter …Für das Modelljahr 2010 hat Land Rover den Range überarbeitet und mit einer Menge Neuheiten versehen. Eher dezent fällt die Veränderung im Blechkleid aus, dafür tat sich darunter sehr viel.  von Hans-Jürgen Eibel
weiter …
 
Der sparsamste Land Rover aller Zeiten: Der Freelander TD4-e Stop/Start:

weiter …Der neue Freelander TD4_e ist das bisher sparsamste Fahrzeug von Land Rover. Mit dem neuen intelligenten Stop/Start-System ist der Freelander TD4_e das erste Serienfahrzeug, das Ergebnisse aus dem e_Terrain Technologies-Programm von Land Rover zur Entwicklung nachhaltiger Technologien integriert.

weiter …