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Fahrbericht: BMW 530d GT
Das Coupé unter den Kombis

BMW hat sich wohl vorgenommen, jede Nische zu besetzen und neue automobile Wünsche zu generieren. Was es bislang noch nicht gab: Einen Kombi mit den Zügen eines großen Coupés. Geht das überhaupt? Die Antwort der Münchener ist der 5er GT, ein Gran Turismo, der seit Herbst vergangenen Jahres auf dem Markt ist und zu Preisen ab 55 200 Euro verkauft wird.





Fünf Meter lang ist das neue Fahrzeug, in dem bis zu vier Insassen fast so eine hohe Sitzposition wie in einem SUV haben und sich über insgesamt üppige Platzverhältnisse freuen können. Mit seinem gediegenen Komfort, seiner luxuriösen Anmutung und kräftigen Motor bedient der 5er GT die Ansprüche der Kunden an eine edle und sportliche Reise-Limousine. Aber auch die praktischen Aspekte eines Fahrzeugs kommen nicht zu kurz: Es hat eine große Heckklappe und bietet viel Variabilität im Innenraum – wie ein Kombi, beispielsweise. Wer sich für den 5er GT entscheidet, hat also quasi drei Autos in einem. In jedem Falle aber hat er einen großen Auftritt, wobei die Optik des Fahrzeugs das auch unterstreicht. Dabei kann die voluminöse Heckansicht schon polarisieren.

Ein Hauch von Noblesse wird dem vermittelt, der sich durch die weit öffnenden Türen mit ihren rahmenlosen Fenstern ins feine Gestühl schwingt. Das ist auf Wunsch und gegen einen Aufpreis von 1950 Euro übrigens im Fond ebenso vornehm wie in der ersten Reihe: Elektrisch verstellbare Einzelsitze statt der Dreier-Sitzbank ermöglichen auch dort die Gewähr für entspanntes Reisen. Die Seitenlinie des Fahrzeugs, die ein Coupé andeutet, mag befürchten lassen, dass die Kopffreiheit im Fond eingeschränkt sein könnte. Mitnichten! Eine kuppelartige Wölbung ermöglicht, dass auch Großgewachsene ihren Kopf hochhalten können.

Der allerdings nur 440 Liter große Gepäckraum – bei umgeklappten Rücksitzlehnen sind es 1700 Liter – wird durch eine zweigeteilte Öffnung erreicht. Kleinigkeiten lassen sich durch den kleineren Kofferraumdeckel verstauen. Nur wenn große Teile geladen werden sollen, muss die gesamte Heckklappe geöffnet werden – was auf Wunsch automatisch funktioniert. Das kostet 680 Euro extra, ist aber angesichts der Größe der Klappe empfehlenswert.

Als Antriebe diente das Basistriebwerk, der 530d mit 245 PS Leistung, der eine Spitze von 240 km/h ermöglicht, in 6,9 Sekunden von Null auf Tempo 100 kommt und im Testverbrauch 8,5 Liter Diesel auf 100 Kilometern verbrauchte. Das maximale Drehmoment von 540 Nm liegt im breiten Band zwischen 1750 und 3000 U/min an und verhilft zu einen kräftigen Biss. Um es kurz zu machen: Mit diesem Motor ist der Kunde in jeder Hinsicht gut bedienst. Deutlich mehr verbrauchen die beiden Benziner – der Sechszylinder mit 306 PS und der Achtzylinder mit 407 PS, mit dem der 5er GT rund 20 000 Euro teurer ist als das Einstiegsmodell und der in der Praxis doppelt so viel Kraftstoff verbrauchen dürfte wie der Selbstzünder. 

Alle Motoren sind mit Heckantrieb und einer neu entwickelten und eher unauffällig tätigen Achtstufen-Automatik kombiniert; ein Allradantrieb soll demnächst  verfügbar sein. Im Praxistest hinterließ das rund zwei Tonnen schwere Fahrzeug einen sportlichen, agilen und überraschend wendigen Eindruck. Der ist nicht zuletzt dem adaptiven Fahrwerk mit luftgefederter Hinterachse geschuldet. So wendig das Fahrzeug auch ist, die Parkplatzsuche in der Innenstadt dürfte den 5er GT-Fahrer schon öfter mal in Nöte bringen. Doch der GT ist eben kein Einkaufswagen, sondern, wie beschrieben, ein souveräner Reisebegleiter.
EMB,HJE


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