Auto-Magazin24
Marken
Alfa Romeo
BMW
Daihatsu
Fiat
Honda
Jaguar
Kia
Lancia
Land Rover
Lexus
Mini
Mitsubishi
Peugeot
Seat
Toyota
Navigation
Tom Tom

Fahrbericht: Fiat 500 1.3 Multijet
Zeitenwanderung

Mit dem Fiat 500 wandert es sich gut durch 50 Jahre Automobilgeschichte. Im Fahrbericht der Fiat 500 mit dem 1.3 Liter Diesel, eine durchaus vergnügliche Etappe auf der langen Strecke.







Petticoat und Rock’n Roll war angesagt als Fiat mit dem 500er auf den Markt kam. Auch er hatte damals schon das Kulleraugengesicht, das nun perfektioniert, die Damenwelt ganz besonders anzusprechen scheint. Von „ach wie süß“ bis zu „wie schnell geht’n der“ reicht der Fragenkatalog der Damenwelt, wenn man den Fehler macht, auf dem Aldi-Parkplatz neben dem Auto stehen zu bleiben. Er interessiert auch länger nach der Markteinführung noch mächtig.
War anno Tobak der 500 noch eher eine preisgünstige Lösung, einen Wagen für die Familie zu erwerben, ist der aktuelle 500er doch eher eine Lifestylefrage geworden. Genau wie der Nuovo 500 von 1957, nuovo deshalb, weil er vorher schon einen 500er gab, in Form des Topolinos, erobert auch der neue Nuovo die Herzen der Menschen.

Vergangenheitsbewältigung

Die beiden Hebelchen auf dem Kardantunnel, mit denen man den alten 500er in Gang bekam, vermisst man heute nicht mehr wirklich. Die zwei luftgekühlten Zylinder wurden ersetzt durch unter anderem den Vierzylinder Diesel, den wir im Test hatten. Nach kurzer Dieselgedenksekunde tritt der heutige 1.3 Liter Common Rail seinen Dienst an. Der Selbstzünder leistet 75 PS und reicht für eine 0 auf 100 Km/h Beschleunigung in 12,5 Sekunden. Bei 165 Km/h bieten sich Fahrwiderstände und Vortrieb Paroli. Durchaus in Ordnung für einen Cityflitzer, den der 500er ja darstellt. Keine Blattfederung mehr an der Vorderachse, hier herrscht nun ebenso wie an der Hinterachse modernste Fahrwerkstechnik. Damit lässt sich der Fiat zielgenau und sicher bewegen. Der Citymodus hilft beim kräftesparenden Einparken. Auf den kurvigen Landstraßen steht die Zahnstangenlenkung mit elektrischer Servounterstützung für exaktes Zielen. Das Fahrwerk ist ein guter Kompromiss aus sportlich straffer und komfortabler Abstimmung. Für Sicherheit sorgen auch die elektronischen Helfer wie ABS, Bremsassistent und ASR. Das ESP ist nur im 1,4 Liter Benziner Serie, bei den anderen Modellen sind 350 Euro Aufpreis fällig.

Sicher ist er sicher!

Apropos Sicherheit. Was 1957 unter dem Begriff Airbag verstanden worden wäre, lässt sich nur erahnen; wahrscheinlich eine Tasche für Flugreisen. Sicher ist nur, dass nicht den Lebensretter, der er heutzutage ist, damit in Verbindung gebracht worden wäre - obwohl, das erste Patent dafür ist bereits 1920 beantragt worden.
Der neue Fiat 500 hat serienmäßig Fahrer- und Beifahrer-Airbags, Seiten- und Kopfairbags. Dazu gesellt sich ein Knieairbag, der die Beine des Fahrers bei einem Frontalaufprall vor Verletzungen bewahrt.
Kindersitze – vor fünf Jahrzehnten ebenfalls noch unbekannt – können mit Isofix-Anschlüssen optimal befestigt werden. Dreipunkt-Sicherheitsgurte stehen für alle vier Sitzplätze parat, vorne sogar mit doppelten Gurtstraffern und Gurtlastbegrenzern ausgerüstet.  Allerdings wäre es nett, wenn man den Gurt auch ohne Verrenkungen erreichen könnte. Ein Plastikteil, mit dem der Gurt nach vorne gebracht werden könnte, wäre da hilfreich, denn der Spalt zwischen Sitzlehne und rauem Plastik der Innenverkleidung ist doch recht eng.
Die Karos­serie und Rückhaltesysteme erhielten die aktuelle Höchst­wertung von fünf Sternen und 35 von 37 möglichen Wertungs­punkten. Die EuroNCAP-Ingenieure stuften das Verletzungsrisiko nach den Crashtests im Fiat 500 als sehr gering ein. Auch in den separat gewerteten Kategorien Kindersicherheit und Fußgängerschutz konnte der Fiat 500 mit guten Ergebnissen überzeugen.  Auch für die Stufe sechs, -wenn sie denn eingeführt wird, glaubt man sich bestens gerüstet.
Ich weiß ja nicht, welche der 550.000 Ausstattungsvarianten bei unserm 500er grade zum Tragen kam, aber der Innenraum machte doch einen netten Eindruck. Weißer Kunststoff im Verbund mit in Wagenfarbe lackiertem Blech ist vielleicht nicht jedermanns Geschmack, aber die Zielgruppe wird, wie die Verkaufszahlen auch belegen, davon angesprochen.

Das „Doppelte Lottchen“, ein Instrument, das Tempo und Drehzahl auf zwei Kreisen ineinander anzeigt ist gewöhnungsbedürftig, aber der Motor bietet die Drehzahl ja ausreichend akustisch an. Die fünf Gänge der Getriebebox lassen sich auch exakt sortieren, dank des hoch liegenden Schaltknüppels auch ohne Kollisionsgefahr mit dem Bein des oder der Beifahrerin.  Platz bietet der 500er auf den Vordersitzen überraschend viel und das Glasdach macht ihn doch recht luftig. Bequem sind die Sitze auch und so könnte man sich eine Tour zum Lido di Jesolo doch ganz gut vorstellen, wandelnd auf den Spuren der Altvorderen, die diese Strecke in den Urlaub teils noch mit der NSU Lambretta, aber auch im nuovo 500 bewältigten. Eng geht es auf der Rückbank zu. Nach dem Motto „schlecht gefahren ist besser als gut Gelaufen“ mögen die Platzverhältnisse für Personen unter 170cm Körpergröße noch tolerierbar sein. Größere Personen  müssen dann schon eine leicht gebückte Haltung einnehmen. Die kurzen Sitzflächen laden auch nicht gerade dazu ein, es sich bequem zu machen.
Verbraucht hat unser 500er, der überwiegend im Citymodus lief, dabei 6.3 Liter Diesel. Auf der Autobahn sank der Verbrauch je nach Fahrweise auf eine 5 vor dem Komma.

Griff ins Täschchen

Um einen 500er zu erstehen sind mindestens 10.500 Euro nötig, dafür erhält man dann den 500 Pop in der 1.2 8V Ausführung. Für den 500 1.3 Multijet sind 14.500 Euro fällig, plus so einiges für nette Spielereien, denen man aber auch nur schlecht widerstehen kann.
HJE













Download als PDF File
Technik



Versicherungs-Rechner
Gebrauchtwagen auf:

AutoScout24 - Europas großer Automarkt

 
< zurück   weiter >
[ Zurück ]
Home Auto-Magazin

bis 30.9.2010 10% Rabatt bei



News
Boni – mal ganz anders!

weiter …Die Automobilindustrie zittert vor einem prognostizierten Einbruch von 30%, im Jahr nach der „Abwrackprämie“. 2010 wird ein hartes Jahr und so ist es an der Zeit gegenzusteuern. Während manche Hersteller noch auf die Zahl starren und sich wie das Kaninchen vor der Schlange verhalten, hat Fiat die Offensive ergriffen.......von Hans Jürgen Eibel
weiter …
 
Das Raumwunder

weiter …Fiat stellt mit dem neuen Doblo ein recht attraktives und vor allem inhaltsvolles Fahrzeug auf die Räder. Ganz nebenbei erreicht man beim CO² Ausstoß auch noch Bestwerte in seiner Klasse.....von Hans Jürgen Eibel.
weiter …
 
Geländewürfel

weiter …Fiat hat den Qubo nun noch freizeitaktiver gestaltet. Wer im leichten Gelände viel Raum und Transportkapazität braucht ist mit dem neuen Qubo Trekking bestens bedient.- Und gut aussehen tut er auch.
weiter …
 
(R)evolution

weiter …Punto Evo nennt sich der neueste Sprössling aus der italienischen Autoschmiede von Fiat. Das Design ist weniger revolutionär und nur eine NeuInterpretation des Grande Punto mit markanten aber geringen Änderungen. Aber - unter dem Blech tat sich einiges.....von Hans Jürgen Eibel
weiter …
 
Neues Frontdesign

weiter …Facelift für den Sedici von Fiat. Der Softallroader hat neben neuen Motoren auch eine optische Überarbeitung erhalten.
weiter …